DV-Nr. 36187

Wenn man Pinnularia nodosa das erste Mal bewusst in einem Präparat sieht, glaubt man, man hätte einen Präparationsfehler vor sich. Die unregelmäßig strukturierte Oberfläche vermittelt einen schmutzigen Eindruck und erinnert an Artefakte, die entstehen, wenn Salze im Verlauf der Präparation nicht vollständig ausgewaschen wurden. Zudem irritiert die merkwürdig dunkel umrandete erhobene Axialarea um die Raphe. Doch genau das sind die typischen Artmerkmale dieser Diatomee - einmal gesehen prägen sie sich unweigerlich ein und machen das spätere Wiedererkennen leicht.
Leider ist mir diese Art bisher nur selten und an eher ausgefallenen Standorten begegnet, so dass die Fotodokumentation derzeit unvollständig ist und schrittweise ergänzt wird.

Pinnularia nodosa 1500xPinnularia nodosa, 1500 x, Deutschland, Sediment Witten, Bach parallel zum Wartenbergweg, Unterlauf, 2026

 

 

Äußeres

Schalen linear bis linear-lanzettlich. Seiten parallel bis dreiwellig. Raphenäste im mittleren Bereich schwach lateral. Axialarea mäßigbis sehr breit. Die Schalenoberfläche ist außerhalb der Axialrippen lebhaft reliefartig strukturiert, was im Lichtmikroskop als unsaubere Oberfläche erscheint.

Vorkommen

 Wahrscheinlich Kosmopolit, bevorzugt Gewässer mit niedrigerem bis mittleren Elektrolytgehalt, besonders in moorigen Sümpfen und Quellen mit oligo- bis dystrophem Charakter.

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