DV-Nr. 6079

Die von kräftigen Rippen begleitete Raphe, die verlängerten Terminalknoten und der wenig differenzierte Zentralknoten machen Frustulia vulgaris unverkennbar. Die Schalen eignen sich außerdem zum Testen der Auflösungsfähigkeit der optischen Ausstattung.

Frustulia vulgaris Kondensor in Luft 1500xFrustulia vulgaris, 1500 x, Deutschland, Detritus Witten, 3 Teiche – Teich 4, Uferschlamm, 1980, Kondensor nicht immergiert

Frustulia vulgaris Kondensor ölimmergiert 1500xFrustulia vulgaris, 1500 x, Deutschland, Sediment Witten, Tropfwasseransammlung, Unter Bahnbrücke Wetterstraße/Wartenbergweg, 2026, ölimmergierter Kondensor

Frustulia vulgaris Kondensor Öl defokussiert 1500xFrustulia vulgaris, 1500 x, Deutschland, Sediment Witten, Tropfwasseransammlung, Unter Bahnbrücke Wetterstraße/Wartenbergweg, 2026, ölimmergierter Kondensor leicht defokussiert um schräge Beleuchtung zu erzielen 

DIC Kondensor mit WasserFrustulia vulgaris, 1500 x, Deutschland, Sediment Witten, Tropfwasseransammlung, Unter Bahnbrücke Wetterstraße/Wartenbergweg, 2026, wasserimmergierter Kondensor, DIC

Äußeres

Raphe leicht gekurvt, von ausgeprägten innen liegenden Axialrippen begleitet. Streifung in der Zellmitte deutlich weiter entfernt als anden Zellenden. Lineolae auf den Streifen etwas unregelmäßig angeordnet und nicht in geraden Apikalreihen angeordnet. 

Vorkommen

Kosmopolitisch, in unverzweigten Gallertröhren oft auch aerisch auf nassen Felsen. Bevorzugen gut durchlüftete Biotope, in elektrolytarmem bis maximal leicht brackigem Wasser.

Ich nutze die Art gerne als Testorganismus für Beleuchtungstechniken. Die Streifung in der Zellmitte liegt bei 23-26 Striae/10 μm, an den Zellenden bei 34/10 μm. Die Punktierung liegt bei 27-35/10 μm. Wie man an den obigen Abbildungen sehen kann, lassen sich mit einem luftimmergierten Kondensor selbst die Streifen in der Schalenmitte nur annähernd darstellen. Mit Ölimmersion (mittleres Bild) ist die mittlere Streifung deutlich darstellbar, aber gegen die Pole hin ist die Streifung undeutlich. Mit leicht defokussiertem Kondensor oder schräger Beleuchtung ist die Streifung bis an die Pole darstellbar, und in einigen Bereichen tritt auch die Punktierung hervor. Mit DIC werden die kleinen Strukturunterschiede betont, trotz Wasserimmergion ist die Auflösung besser als im Hellfeld mit Immersionsöl zwischen Kondensor und Präparat.

Frustulia vulgaris, Fokusserie 1500 x, Deutschland, Detritus Witten, 3 Teiche – Teich 4, Uferschlamm, 1980

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