Ursprünglich war mein Motto etwas euphemistisch und nicht ganz ernst gemeint: "Mit dem Handtuchgarten zum Selbstversorger." Aber seit November 2023 haben wir einen Schrebergarten und sind dem Selbstversorgerdasein schon ein ganzes Stück näher gekommen. Wie wir dabei vorgehen, und was wir außerdem zum Schutz der Natur unternehmen, damit der Garten nicht nur uns, sondern auch möglichst viele einheimische Lebewesen ernährt, das zeige ich hier.
Hochbeete sind schon eine gute Sache. Nicht nur für den Rücken, auch die Schnecken kann man besser daraus fern halten. (Aber Achtung: Vögel setzen sich gerne auf den Beetrand und naschen von den Pflänzchen.)
Noch besser sind abgedeckte Hochbeete. In ihnen kann man im Frühjahr schneller die ersten Ernte einfahren, und im Herbst verlängern sie die Erntezeit.
Wir haben zwei Hochbeete von den Vorpächtern übernommen: Ein 1 qm großes Palettenhochbeet und ein 1 x 2 m großes selbstgebautes. (Zumindest nahmen wir an, dass es 1 x 2 m groß ist, aber dazu später.)

Was sollte man unbedingt in seinem Schrebergarten haben?
Apfelbaum - Check!
Beerenobst - Check!
Tomaten - Check!
Einen Teich - Ch ... warum einen Teich???
Ganz im Ernst: Wenn man sich die meisten Schrebergärten so ansieht, dann findet man die Biologische Vielfalt allerhöchstens auf dem Teller. Die Pflanzen sind zumeist entweder Nutzpflanzen oder Exoten - meistens sogar beides. Verstecke für Insekten wären ja ganz nett, wenn man sich denn überreden könnte, Laub liegen zu lassen und abgestorbene Pflanzenreste bis zum Frühjahr nicht wegzuräumen. Eine Totholzecke für Igel etc. wäre auch ganz nett, aber in welcher Schrebergartenanlage gibt es denn noch Igel? Bei uns haben selbst die alteingesessenen Vereinsmitglieder noch nie welche gesehen. (Aus Gründen, aber dazu ein anderes Mal.) Ein Käferkeller wäre eine spannende Idee, aber da hat man das Öko-Stigma sofort wie Kacke am Schuh kleben - und so richtig schmuck sieht das auch nicht aus.
Amphibien, Wasserinsekten & Co. fliegen jedoch unter dem Radar. Ist der Gartenzaun noch so eng - sie kommen durch oder fliegen drüber.
Also habe ich einen Teich angelegt, ca. 2,50 x 1,50 groß, an der tiefsten Stelle ca. 70 cm tief. Eine gute Anleitung findet sich auf den Seiten des NABU.
Schritt 1:
Gras kurz mähen, Umrisse festlegen, Grasnarbe abtragen

Wie früh ist das Jahr?
Es gibt diese Jahre, in denen alles schon Wochen vorher blüht (und es gibt sie immer häufiger). Dann kommt ein Kälteeinbruch, und das Leben erscheint wie eingefroren. Wie "früh" ist denn das aktuelle Jahr?
Eine Antwort darauf ist, die Blühzeitpunkte verschiedener Pflanzen über die Jahre zu vergleichen. Wann erscheint die erste Osterglocke? Wann blühen die Tulpen? Wann der Apfelbaum?
In unserem mini-Gärtchen habe ich in den letzten Jahren mehr als 50 Pflanzen, teilweise an verschiedenen Standorten, beobachtet und notiere mir jeweils den Tag der ersten voll ausgebildeten und geöffneten Blüte. Aus dem Vergleich der Jahre wird ersichtlich, wann ein Jahr "schneller läuft", als ein anderes, und wann es wieder zurück fällt. Und auch für ihren eigenen Garten bekommen Sie einige Tipps, auf was sie als nächstes achten müssen.
Wie liest man die Grafik?

Weiterlesen: Wie "früh" ist das Jahr? Blühzeitpunkte geben eine Antwort

