DV-Nr. 16561
Achnanthes minutissima hat keinen hufeisenförmigen Fleck wie z.B. Achnanthes lanceolata. Auch sonst sind die Unterschiede zwischen R- und RL-Schale gering. Manchmal lässt sich der Unterschied zwischen raphenloser und raphentragender Schale kaum ausmachen, und man ist versucht, die Art mit einer schlanken Navicula zu verwechseln. Die feine Streifung (um 30 Streifen pro 10 μm) ließ sich mit meiner alten optischen Ausstattung nicht deutlich auflösen. Neuere Abbildungen zeigen diesen Makel nicht mehr.
|
Achnanthes minutissima, 1500 x, Deutschland, Aufwuchs „Rosensee“ Witten, Aufwuchs im Flachwasserbereich, 2025 |
|
|
Äußeres
Hinter dem Namen Achnanthes minutissima verbirgt sich voraussichtlich eine Sammelart. Trotz im Lichtmikroskop fehlender äußerlicher Unterschiede gibt es populationsbiologisch verschiedene Gruppen, die wahrscheinlich auch verschiedene Arten repräsentieren. Lichtmikroskopisch sind die Unterscheidungsmerkmale Abstand und Orientierung der Streifung. Einzelexemplare lassen sich wegen der graduellen Unterschiede nicht eindeutig bestimmen, wohl aber ganze Populationen.
Vorkommen
Kosmopolitisch häufig vorkommende Art mit breiter ökologischer Amplitude. Einzige Besonderheit ist die geringe Toleranz für organische Abwasserbelastungen.

Achnanthes minutissima, 1500 x, Deutschland, Aufwuchs „Rosensee“ Witten, Aufwuchs im Flachwasserbereich, 2025
Achnanthes minutissima, 1500 x, DIC, Deutschland, Aquarium, Sediment Filterschlamm, 2026